Beispiel eines kreativen Start-Ups: Dagomi

Ein eigenes Start-Up gründen, davon träumen viele junge Leute! Doch in welchem Bereich? Was ist gefragt? Wo besteht Bedarf? Dass der Kreativität bei der Gründung des eigenen Unternehmens keinerlei Grenzen gesetzt sind, zeigt die Idee von Damian Gorzkulla. Er stellte fest, dass es bei der Organisation des Ganztages an Schulen noch einiges zu optimieren und zu vereinfachen gibt und gründete daraufhin 2014 Dagomi. Damian hat uns netterweise einige Fragen zu seinem erfolgreichen Start-Up beantwortet: Start-Up,Gründung, Dagomi Kannst du uns mehr über dein Team und euren Werdegang erzählen? Ich bin 37 Jahre alt und habe davon ca. 17 Jahre mit Softwareentwicklung in unterschiedlichen Bereichen verbracht. Es waren kleine sowie auch CMS basierte Websites und natürlich auch individuell programmierte Projekte dabei. Das Team besteht aus mehreren freien Mitarbeitern. Der Kontakt zu diesen Personen besteht teilweise schon seit vielen Jahren und ist während anderer Projekte lange vor Dagomi entstanden. Berichte uns doch bitte etwas genauer über Dagomi Dagomi ist ein Assistent, der den Ganztag an Schulen organisiert. Angefangen mit Schülerlisten, Dozentenverwaltung, Verwaltung von Arbeitsgemeinschaften über Abrechnung von Elternbeiträgen, kommunizieren im Team und Auswertungen erstellen, ist alles dabei. Als Erweiterung ist es sogar möglich, mit Tablets und Smartphone eine digitale An- und Abmeldung zu realisieren. Dadurch ist das gesamte Team über den Aufenthaltsort eines Schülers sekundengenau informiert. Und das ganze ohne Papier. Dagomi tut also gleichzeitig noch etwas für die Umwelt. Zum anderen verbindet Dagomi Schule, Schulbüro (Stadtverwaltung) und den Träger des Ganztags. Alle Informationen werden einmal eingegeben und sind von allen Institutionen einsehbar. Start-Up, Gründung, Dagomi Was hat dich motiviert, Dagomi zu gründen? Durch die Tätigkeit bei einem Träger des Ganztags, wurden mir nach wenigen Wochen die Schwächen im System bewusst. Daraufhin habe ich angefangen mich mit diesem Thema sehr intensiv zu beschäftigen und erste Gespräche mit Schulen zu führen. Da ich mich in der Softwareentwicklung bereits gut auskannte, war der Weg zu einer ersten Version von Dagomi nicht weit. Seitdem ist kein Tag vergangen, an dem nicht neue Funktionen entwickelt und alte verbessert bzw. optimiert werden. Was ist euer Wettbewerbsvorteil? Durch den sehr intensiven Austausch mit unseren Kunden (Schulen, Trägern des Ganztags, Schulbüro), ist eine Software entstanden, die sehr genau die Bedürfnisse und Anforderungen der Zielgruppe abdeckt. Gleichzeitig lässt sich Dagomi auf Smartphones und Tablets sehr leicht und intuitiv bedienen. Zudem werden viele zeitraubende Tätigkeiten im Ganztag zentralisiert, automatisiert und gleichzeitig beschleunigt. Somit bleibt dem Betreuungspersonal mehr Zeit für die Betreuung unserer Kinder. Die Digitalisierung spart übrigens viel Papier ein, was gut für das Budget und die Umwelt ist. Start-Up, Dagomi, Unternehmertum Seid ihr auf Schwierigkeiten gestoßen, mit denen ihr nicht gerechnet habt? Dagomi besteht erst seit ca. 2 Jahren und verbindet in dieser Zeit bereits mehrere Institutionen miteinander. Damit sind Schulen, Träger des Ganztags und das Schulbüro (Stadtverwaltung) gemeint. Dies erfordert einen sehr hohen Entwicklungsaufwand, da jede Institution sehr unterschiedliche Anforderungen an Dagomi hat. Diese Anforderungen unter einen Hut zu bekommen und dann noch zeitnah zu bearbeiten, war und ist eine der großen Herausforderungen der letzten Jahre. Start-Up, Gründung, Kreativität Wie werdet ihr vorgehen um Dagomi eurer Zielgruppe vorzustellen? Es wird eine Mischung aus Telefonakquise, Anzeigen in Fachmedien zum Thema Ganztag und Schule, sowie Pressearbeit sein. Parallel werden die Online-Medien natürlich nicht vernachlässigt. Dazu gehört momentan u.a. Google AdWords. Über diese Plattform lässt sich unsere Zielgruppe gut selektieren und erreichen. Vielen Dank Damian für die ausführlichen Infos über deine Gründung und die Entwicklung von Dagomi!