Tipps für deine Zeit als Praktikant

Es ist soweit, du betrittst das Gebäude, in dem du während der kommenden Monate dein Praktikum absolvierst und wirst herzlich willkommen geheißen. Hier gibt es Büros, Konferenzräume, Kollegen, Vorgesetzte...und ab jetzt gibt es da noch dich - den "Neuankömmling".  Aber wie sollst du dich verhalten, wenn du als Praktikant an deinem neuen Arbeitsplatz ankommst - für manche ist das Arbeitsleben im Unternehmen schließlich eine ganz neue Welt... Jetzt wo du deinen Wunsch-Praktikumsplatz endlich gefunden hast, heißt es, allen Mut zusammennehmen und durchstarten! Hier ein paar Tipps, wie du dich verhalten solltest, um einen guten Praktikanten abzugeben! Originalartikel von Nicolas Nguyen

1. Zeige deine soziale Kompetenz

Wenn du über soziale Kompetenz im Unternehmen verfügst, bedeutet dies, dass du dich und dein Verhalten an eine gegebene Situation anpassen kannst - in diesem Fall dein neues Arbeitsumfeld. Das Unternehmen ist ein wirtschaftliches und soziales Umfeld, ein Produktionsort, an dem du als Praktikant, genau wie alle anderen Mitarbeiter, auf gewisse Ziele hinarbeiten musst. Es ist jedoch ebenso ein Lebensraum, an dem deine menschlichen Qualitäten zählen, dein Verhalten gegenüber den anderen Personen, die mit dir dort sind. Dass du die Regeln der Höflichkeit genauso befolgst, wie die offiziellen Regeln innerhalb des Unternehmens, sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein. "Guten Tag", "danke" und "bis morgen" zu sagen, machen dich nicht zum Schleimer und man wird dir nicht vorwerfen, zu höflich zu sein! Setzte so oft wie möglich deine menschlichen Qualitäten ein. Sei, je nach Situation, positiv, neugierig, reaktiv, flexibel, verfügbar, habe ein offenes Ohr oder bringe dich aktiv mit deinen Vorschlägen und Ideen ein. Unternehmenskultur

2. Respektiere die Unternehmenskultur

Egal, ob du in einem kleinen Familienunternehmen, im Mittelstand oder in einem großen Konzern tätig bist, wichtig ist, dass du die Unternehmenskultur respektierst. Diese setzt sich zusammen aus allen Regeln, dem Moralkodex, den Prinzipien und Werten, die die Mitarbeiter teilen. Dazu gehört nicht nur, dass man pünktlich zur Arbeit erscheint...auch bestimmte Praktiken im Kundenservice, besondere Arbeitsmethoden, gemeinsame Überzeugungen oder die Kleiderordnung innerhalb des Unternehmens sind teil der Unternehmenskultur. Diese Unternehmenskultur variiert von Unternehmen zu Unternehmen und von Land zu Land. In Irland beispielsweise (und in anderen anglophonen Ländern), ist der "casual Friday" oder "Friday wear" sehr verbreitet, was so viel bedeutet wie "kommt am Freitag in legerer, unkonventioneller Kleidung". Das ist ein Ritual, an das ich mich während meines Praktikums sehr schnell und gerne gewöhnt habe, da ich es gut fand, einmal in der Woche daran erinnert zu werden, dass wir vor allem eines sind: Menschen. Macht euch dort also darauf gefasst, dass euer Chef in Jogginghose und Sportschuhen zur Arbeit kommt ;-) Know-how

3. Know-how: setzte deine Fähigkeiten ein

Das Unternehmen ist ein Ort, an dem Leistung erbracht wird. Nutze die Gelegenheit, um deine Fähigkeiten in deinem Tätigkeitsbereich einzusetzen. Während der Zeit deines Praktikums arbeitest du unter realen Bedingungen und deine Kompetenzen sind die Vorteile, die du hast, um deine Mission und deine Aufgaben erfolgreich zu meistern. Du beherrschst die gängigen Tools? Den professionellen Email-Verkehr? Du weißt, wie du Marktforschung betreiben kannst? Hast Kompetenzen im Bereich Community Management? Jetzt liegt es an dir, dies unter Beweis zu stellen. Denke immer daran, dass du in einer Situation bist, in der du auf zweifache Weise evaluiert wirst. Du bewertest dich selbst und wirst bewertet. Kontakte knüpfen

4. Knüpfe Kontakte

Es wird wahrscheinlich eine Weile dauern, bis du dich an deinem neuen Praktikumsplatz ganz wohl fühlst. Es gibt Unternehmen, in denen sehr viel Wert auf eine rasche Integration von neuen Mitarbeitern gelegt wird - in anderen wiederum ist das eher nicht der Fall. Es genügt bereits, sich die Arbeitsräumlichkeiten einiger großer Marken anzuschauen, um sich die Arbeitsatmosphäre vorzustellen, die dort herrscht. Tischtennisplatten, Tischkicker und ähnliches stehen zur Verfügung... Wenn man dich während der Pause zu einer Tischkicker-Partie einläd, nimm dankend an! Versuche dich nach Möglichkeit während den Pausen so gut es geht zu entspannen, um dann, wenn es gefragt ist, seriös und produktiv sein zu können. Häufig gehen Kollegen nach der Arbeit noch gemeinsam etwas trinken. Du bist eingeladen? Dann nimm dankend an und gehe mit! Dies ist eine super Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und ein berufliches Netzwerk aufzubauen. Eines Tages, wenn du auf Jobsuche bist, wirst du froh sein, berufliche Kontakte geknüpft zu haben.

5. Vier Verhaltensweisen, auf die es ankommt

Dieser Absatz bezieht sich auf den Artikel "How to be a good intern", der auf dem Karriereblog von Tori Randolph Terhune erschienen ist. Diese vier Verhaltensweisen machen dich zu einem guten Praktikanten: Kommuniziere - falls du Fragen oder Zweifel hast, zögere nicht, sondern frage deinen Tutor. So kannst du verhindern, dass dir ein Fehler unterläuft oder du mit deiner Vorgehensweise komplett auf der falschen Spur bist. Du befindest dich in einer realen Situation mit realen Herausforderungen. Ein oder zwei Fehler wird man dir sicher verzeihen, aber... Übernimm Verantwortung - versuche bei deiner Arbeit Deadlines einzuhalten. Solltest du abwesend sein oder mit deinen Aufgaben im Hintertreffen liegen, vergiss nicht, deinen Tutor darüber zu informieren. Sei flexibel - gehe über das hinaus, was man von dir erwartet, um bei deinem Tutor einen guten Eindruck zu hinterlassen. Vielleicht sind deine Aufgaben nicht immer super spannend, aber beschwere dich dennoch nicht und vergiss nicht zu lächeln ;-) Sei aktiv - fange nicht an, Däumchen zu drehen, sobald du deine Aufgaben erledigt hast. Denke über den Tellerrand hinaus und überlege dir, was du durch zusätzliche Tätigkeiten zum Unternehmenserfolg beitragen kannst. Falls du Vorschläge hast, wie Arbeitsmethoden oder die Produktivität der Mitarbeiter gesteigert werden könnte, teile deine Ideen mit den anderen. Praktikumsbericht

6. Denke frühzeitig an deinen Praktikumsbericht

Versuche regelmäßig Bilanz zu ziehen, um dir die Redaktion deines Praktikumsberichts oder deiner Abschlussarbeit zu erleichtern: - Beschreibung des Unternehmens; - Beschreibung deiner Aufgaben (was hast du gemacht, welche Schwierigkeiten sind dabei aufgetreten, welche Lösungen hast du gefunden?); - Anlagen (Dokumente, sofern diese nicht vertrauliche Informationen enthalten); - kritische Bewertung (Verbesserung der Arbeitsmethoden...); - ziehe Bilanz (der Nutzen des Praktikums für deine berufliche Zukunft).

7. Der Schlüssel zum Erfolg auf dem Arbeitsmarkt

Du warst ein guter Praktikant? Dann vergiss nicht, dein Empfehlungsschreiben mitzunehmen. Für einige Betreuer ist dies eine Selbstverständlichkeit, bei anderen musst du nachhaken, um ein Empfehlungsschreiben zu bekommen. Du hast nun alle Tipps, die du brauchst, um als Praktikant bei deinen Kollegen beliebt zu sein und selbst maximal von dieser Erfahrung zu profitieren. Dein nächstes Praktikum wartet bereits auf Wizbii ;-)